Sicherheit & Transparenz

Zero-Knowledge heißt: Wir können gar nicht mitlesen

Ein ehrlicher Blick auf einen Begriff, der oft als Marketing-Wort missbraucht wird — und wie finilog ihn tatsächlich umsetzt.

Was Zero-Knowledge eigentlich bedeutet

Die meisten Online-Dienste verschlüsseln Daten "auf dem Transportweg" zwischen Ihrem Gerät und ihren Servern, und "im Ruhezustand" auf der Festplatte. Das schützt vor einem Lauscher unterwegs oder einer gestohlenen Festplatte — der Anbieter selbst besitzt dabei aber in aller Regel den Schlüssel und könnte Ihre Daten lesen, wenn er wollte oder müsste.

Zero-Knowledge geht einen Schritt weiter: Die Verschlüsselung findet ausschließlich auf Ihrem Gerät statt, mit einem Schlüssel, der niemals unverschlüsselt beim Anbieter ankommt. Gespeichert wird nur, was für den Anbieter technisch bedeutungslos ist – Chiffrat. Selbst mit vollem Datenbankzugriff, nach einer behördlichen Anordnung oder einem erfolgreichen Einbruch bleibt für ihn nichts Lesbares übrig.

Die Kurzformel

Wenn ein Anbieter Ihr Passwort zurücksetzen kann, ohne dass Sie etwas verlieren, ist er kein Zero-Knowledge-System. finilog kann Ihr Tresor-Passwort nicht zurücksetzen – das ist der Test, nicht das Versprechen.

Drei Eigenschaften, die ein System wirklich zu Zero-Knowledge machen

Der Schlüssel verlässt nie Ihr Gerät

Ihr Tresor-Passwort wird ausschließlich lokal im Browser verarbeitet. Es wird zu keinem Zeitpunkt an einen Server übertragen – auch nicht in verschlüsselter Form.

Ver- und Entschlüsselung geschehen clientseitig

Bevor irgendein Inhalt Ihr Gerät verlässt, ist er bereits verschlüsselt. Der Server sieht ausschließlich das fertige Chiffrat, niemals den Klartext.

Ein Datenleck bleibt wirkungslos

Selbst ein vollständiger Datenbank-Dump enthält für einen Angreifer nur unlesbares Chiffrat – ohne Ihr Tresor-Passwort lässt sich damit nichts anfangen.

So setzen wir es bei finilog um

Aus Ihrem Tresor-Passwort wird lokal, mit PBKDF2-SHA256 und einer Million Iterationen, ein Schlüssel abgeleitet. Dieser Schlüssel verschlüsselt jeden Eintrag Ihres Tresors einzeln mit AES-256-GCM, bevor überhaupt eine Netzwerkanfrage gestellt wird.

Für den Übergabefall und für ein vergessenes Passwort gibt es zusätzliche, unabhängig verschlüsselte Kopien desselben Schlüssels – keine Ausnahme von der Regel, sondern ein zweiter, ebenso strikt clientseitig gesicherter Weg zum selben Ergebnis.

Eine Ausnahme: Nachrichten an Empfänger

Anders als Ihre Tresor-Einträge sind persönliche Nachrichten nicht ausschließlich für Sie lesbar. Sie werden später als E-Mail zugestellt — zu einem Zeitpunkt, an dem Sie nicht mehr mitwirken können. Dafür muss der Schlüssel auf unserem Server liegen.

Technisch könnten wir diese Nachrichten also lesen. Wir tun es nicht, aber „wir können es nicht" wäre hier gelogen. Für alles andere im Tresor — Zugangsdaten, Dokumente, Dateien — gilt es weiterhin uneingeschränkt.

Zero-Knowledge ist nur ein Baustein

Verschlüsselung allein schützt nicht vor jedem Risiko. Erfahren Sie, wie wir Bedrohungsmodelle, Recovery-Mechanismen und unsere Roadmap insgesamt betrachten.

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Testen Sie es selbst

Der Code, der verschlüsselt, läuft in Ihrem Browser und ist dort einsehbar — und der Demo-Tresor zeigt das Prinzip ganz ohne Registrierung.

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